Do it yourself! Tipps, Tricks und Rezepte zum Badekugeln selber machen

Badekugeln selber zu machen ist eine super Sache. Erstrecht, weil dieser wundervolle Badezusatz, zu keinem Bad fehlen darf. Mit ihren ätherischen Ölen sorgen sie auf der Haut für eine wohltuende Wirkung. Der Duft entführt jeden, je nach Geschmacksrichtung, sofort in unterschiedlichsten Ecken der Welt.

Selbst hergestellt sind sie deshalb ein perfektes und persönliches Geschenk für die Liebsten z.B. an Weihnachten oder zum Jahrestag. Ob sprudelnd für die Kinder oder ganz sanft für ein romantisches Bad zu Zweit – für jeden Typ und für jeden Anlass gibt es passende Badekugeln.

Wenn du dich bisher noch nicht ans Selbermachen getraut hast, dann zeigen wir dir in nur fünf einfachen Schritten wies geht. Probiere es doch gleich mal aus!

Wie werden sie gemacht?

Die Grundelemente sind immer die gleichen. Sie bestehen aus Natron, Speisestärke, Kokosfett und Zitronensäure. Für die verschiedenen Varianten werden dann zusätzlich weitere Zutaten angereicht. Zusammengemixt geht es dann ans Badekugeln formen. Wie du das am einfachsten und schnellsten machen kannst, um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, zeigt dir unser Beitrag zum Formen von Badekugeln.

Deine erste Badekugel: Rosenblütenkugel

Dieser Mädchentraum geht endlich in Erfüllung –
Ein warmes Bad gefüllt mit Rosenblättern und herrlichen Düften.

Badekugel mit Rosenblüten vor einem Handtuch

Zutaten

200g Natron75g Kokosfett
100g Zitronensäurepulvergetrocknete Rosenblütenblätter (Die Besten!)
50g SpeisestärkeWildrosenöl ca. 20 Tröpfchen (Unser Favorit)

Benötigte Arbeitsmittel

1x große Schüssel1x kleine Schüssel
1x großer Teller4x Eierbecher
oder 4x Mini Gugl Förmchen (Die verwenden wir!)

Nur 5 Schritte zur eigenen Badekugel

#1 Kippe die vier Zutaten Natron, Zitronensäurepulver, die Speisestärke und das Wildrosenöl zusammen in die kleine Schüssel. Jetzt gut vermengen. Wenn alles vermischt ist, leere den Inhalt auf den großen Teller. Tipp: Zitronensäurepulver verstärkt den Prickeleffekt! 😉

#2 Nehme wieder die kleine Schüssel zur Hand, und kippe das Kokosfett hinein. Lasse das Kokosfett nun in einem heißem Wasserbad langsam schmelzen.

#3 Wenn das Kokosfett schön flüssig ist, gieße es ebenfalls auf den großen Teller mit der vorbereiteten Masse. Füge nun eine Handvoll getrocknete Rosenblütenblätter hinzu und verrühre die Mischung, bis eine homogene Masse entsteht.

#4 Wenn du nun alle Zutaten in einer pampigen Masse verrührt hast, kommt nun der Teil, der am meisten Spaß macht: Forme aus der Masse runde Badekugeln und wälze diese nochmals durch die restlichen getrockneten Rosenblütenblätter – danach sehen sie super aus! Natürlich müssen es nicht zwangsweise Kugeln sein. Bei den Formen sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

#5 Jetzt nur noch trocknen lassen bis sie hart sind:

Der letzte Schritt: Trocknen und Härten

Hast du das Formen hinter dir, folgt der letzte Schritt: Das Trocknen. Um die Kugeln auszuhärten, gibt es auch hier verschiedene Wege, die zum Ziel führen:

Entweder du stellst den fertig geformten Teig zum Aushärten für ein paar Stunden bzw. Tage, je nach dem wie groß du die Kugeln gemacht hast, an eine trockene Stelle ohne hoher Luftfeuchtigkeit. Oder aber, falls du nicht so lange warten möchtest, beschleunigst du den Prozess, indem du einfach den Teig in den Kühlschrank stellst. Nach ein paar Stunden sollten sie hart genug sein und es kann losgehen. Das ist meist auch die einfachste Lösung, falls sie bei der Herstellung mal ein wenig fettiger geworden sind.

Wenn sie aber dennoch auch nach ein paar Stunden im Kühlschrank noch zu weich sind, dann gibt einfach beim nächsten mal noch ca. 50g Speisestärke hinzu – vorausgesetzt ihr habt eines unserer Rezepte verwendet.

Weitere Rezepte

Unsere Anleitungen zu weiteren, tollen Kugeln zeigen dir schnell und einfach, wie du den Badezusatz selbst herstellen kannst. Alle hierfür benötigten Zutaten sind im Einzelhandel oder online erhältlich, dabei haben wir unsere Favoriten jeweils verlinkt. 

Schäumende Badekugeln – aber wie?

Sprudeln reicht dir nicht, du willst es noch schäumend? Dann los! Das einzige was du unseren Rezepten nach noch hinzufügen musst, sind ca. 50g vom sehr milden Tensid Sodium Lauryl Sulfoacetat (SLSA). SLSA wird wegen seiner milde auch in Babykosmetik verwendet. Das Tensid sorgt für eine stabilen Schaum und ein noch schöneres Badeerlebnis. SLSA erhaltet ihr in eurer Apotheke.

Clevere Tipps, wenn dir Zutaten fehlen

Badekugeln ohne Natron herstellen

Wir selbst verwenden immer Natron, trotzdem haben wir auch für diejenigen von euch einen Tipp, die kein Natron zur Hand haben oder einfach nicht damit arbeiten möchten. Anstatt Natron zu verwenden, könnt ihr dies ganz einfach durch Backpulver ersetzen. In unseren Rezepten verwenden wir immer 200g Natron, dafür solltet ihr dann ca. 250g Backpulver verwenden. Badekugeln, die ohne Natron hergestellt werden, sprudeln dann leider auch nicht so schön.

Hinweis
Natriumhydrogencarbonat (Natron) ist ein Naturprodukt und wird vielerorts als Haushaltsmittel eingesetzt.

Badekugeln ohne Zitronensäure herstellen

Hast du mal keine Zitronensäure zur Hand, kannst du auch in der gleichen Menge Weinsäure, Apfelsäure oder Essigsäure verwenden. Alle drei Säuren haben die gleiche Wirkung. Anders als beim Ersatz des Natrons durch Backpulver, sprudeln die Kugeln auch mit anderen Säuren in Verbindung mit Natron sobald die Kugel in ein volles Bad gelegt wird.

Wie lange sind Badekugeln haltbar?

Sobald die Kugeln einmal vollständig ausgehärtet sind, sind sie mehrere Monate wenn nicht sogar Jahre haltbar. Eine trockene Lagerung, sowie das Einpacken der Kugeln in Klarsichtfolie oder in Cellophanbeuteln verlängert die Haltbarkeit zusätzlich.

Badekugeln liegen auf einem Tisch neben Seife und Badesalz

Warum sprudeln Badekugeln?

Die chemische Reaktion zwischen der Zitronensäure (nach Verwendung auch Weinsäure, Apfelsäure oder Essigsäure) und dem Natron, bildet Kohlensäure sobald die Kugel mit Wasser in Verbindung kommt. Das daraus freigesetzte Gas Kohlenstoffdioxid (CO²) wirkt dann sprudelnd.

Badekugeln für Kinder & mit Kindern selber machen

Warum Kinder gefallen an den gut riechenden Wasserkugeln haben ist klar: 1) Sprudeln sie wunderbar und 2) schäumen sie schön vor sich hin wenn sie das sehr milde Tensid SLSA beinhalten (siehe auch Absatz: "Schäumende Badekugeln – aber wie?"). Aber auch das Herstellen der Badekugeln zusammen mit Kindern sorgt erstrecht auf Kindergeburtstagen für einen Riesenspaß. Bunte Farben, verschiedene Zutaten und das Zusammenkneten des Teiges wie in Omas Backstube – welches Kind mag das nicht? 🙂

Mit unseren Rezepten zauberst du dir und deinen Kindern wundervolle und für Kinder vollkommen harmlose Badekugeln zusammen (ohne Gewähr).

Ideen für tolle Verpackungen

Badekugeln, Badepralinen sowie Badebomben eignen sich in ihren verschiedenen Größen und Formen hervorragend als Geschenk für den Liebsten, für Kinder oder für die liebe Oma. Hübsch verpackt ist diese kleine Überraschung ein echter Hingucker. Inspirationen gibt es dabei sehr viele. Von kleinen Schächtelchen aus Pappe über verzierte Gläser mit großen Schlaufen.

Folgendes Video zeigt euch eine wirklich süße Verpackung, die ihr ganz leicht nachmachen könnt:

Last Minute Tipps zur Herstellung

  • Kokosfett (verwenden wir in unseren Rezepten), kannst du durch Kakaobutter oder Sheabutter ersetzen.
  • Niemals wasserhaltige Zutaten verwenden – das bringt die Kugeln schon vorab zum Auflösen
  • Teste auch mal braune, rote oder grüne Heilerde zusätzlich zu den anderen Zutaten – deine Haut wird es dir danken!
  • Seit wir diesen tollen Badekugel-Former haben, nutzen wir nur noch diesen! Dieser zaubert dir perfekte, runde Kugeln aus eurem Teig. 🙂

 

Ihr habt noch weitere Fragen oder Anregungen rund um das Thema? Dann schreibt sie in die Kommentare und teilt diese mit anderen Fans!

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Rechtshinweise zu Fotos: #1 © Barbara Pheby / Fotolia (11853665)

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